3.Mannschaft - 16.08.2017

Pep GuAndiola und die Norweger. Jahreschronik, Teil I

„Hierdat womma uns jetzt nemmer aus der Hand nehmen lassen, hier dat Spiel!“ – war die flammende Marschrute von Teamchef Pep Guandiola in der Halbzeitpause. Klappte soweit auch ganz gut, bis man die 3:0 Pausenführung innerhalb einer Viertelstunde verspielte und mit 3:4 und bedröppelten Mienen vom Spielfeld schlich. Was war passiert?

Der Spieltag fing schon nur so semi-gut an. Der Coach stellte seine Mannen akribisch auf das neu eingeführte „Norweger-Modell“ ein: 11 Mann im namensgebenden Pullover bei schwülwarmen Temperaturen Mitte August. Wer auch immer sich das ausgedacht hat – kein Wunder, dass alle auf den DFB schimpfen! Glücklicherweise konnte Judith die neue Spielkleidung noch bis Samstagabend fertigstellen und sowohl Trikotnummern als auch Spielernamen auf die skandinavischen Oberteile stricken.

 

 

 

Hier ein Bild vom Warmmachen. Sven Motschnig im neuen Dress der Dritten Welle.

Kurz vor Anpfiff dann die Hiobsbotschaft: Man hatte das neue System falsch verstanden! Das Spielmodell hatte nichts mit Kleidungsstücken aus dem Wikingerland zu tun und die Ultras sahen auch die erhofften Fässer Met in Wilnsdorf-Walhalla nie. Stattdessen sollen kleinere Vereine mit sehr wenigen Mitgliedern auch am Spielbetrieb teilnehmen können und dürfen Mannschaften mit acht Feldspielern plus Torwart im 9 gegen 9 in die Meisterschaft schicken. Gut für Wilnsdorfs drittes (!) Seniorenteam. Für die Hellertaler hieß das: Strickpullover aus, weißes Trikot an und zwei Mann vom Feld. Das Mehr an Platz konnte in der ersten Halbzeit dann auch gut genutzt werden und so netzten Motschnig und Bienek (2x) zur verdienten Halbzeitführung. Nach dem Seitenwechsel bot sich den Ultras dann ein anderes Bild: Die Dritte Welle stellte das Spielen komplett ein und hatte den Gastgebern nichts mehr entgegen zu setzen - schließlich war man im wochenlangen Saunatraining auf gänzlich andere Bedingungen eingestellt worden. Am nächsten Sonntag heißt es beim Heimspiel gegen Setzen also: Frühzeitig das Kleingedruckte lesen und noch besser auf den Gegner einstellen. Es wird im „Oldie-Modell“ gespielt: 11 Mann am Feld und der Obstler im Koffer.

Aufstellung: Stracke – Paul, Wohl, Bressel – Motschnig, Hofheinz, Fünfsinn, Baker – Bienek

Bank: Gerard, Beichler, Bönicke, Brühl, Göldner, Gücker

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